Wildacker mit Topinambur

Sie sind Jäger und auf der Suche nach einer vielseitigen Pflanze für die Anlage eines Wildackers. Dann sind Sie fündig geworden.  Topinambur wird bis zu 4 m hoch. Die mehrjährige Pflanze bildet neben dem Kraut zahlreiche frostharte Knollen aus mit einem hohen Anteil an Mineralien, Eiweiß und dem Mehrfachzucker Inulin. Das stabile Kraut der Topinamburpflanze, die im Herbst schöne gelbe Blüten bildet, wird von Tieren sehr gerne als Deckung angenommen. Die Stängel sind markhaltig und durch ihre Standfestigkeit als Windschutz geeignet. Topinambur bietet Ihren Tieren hervorragenden Schutz und Deckung. Im Spätwinter werden die Knollen als hochwertige Futterquelle geschätzt.

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Dauerwildacker mit vielen Vorzügen

Topinambur ist ein Schwachzehrer und kommt mit fast allen Bodenarten zurecht. Außer auf staunassen Bereichen können mit dieser Pflanze abwechslungsreiche und wertvolle Dauerwildäcker gebildet werden.Selbst wenn Sie starkten Wildschweinbesatz haben kann sich ein etablierter Dauerwildacker mit Topinambur gut halten. Wildverbiss und Schäden im Wald gehen zurück und die Tiere haben im Hochwinter eine gute natürliche Futterquelle.

Vorteile für Jäger und Wild

  • Dauerwildacker schont die Bodenbearbeitung und bildet abwechslungsreiche ökologisch wertvolle Bestände
  • das Kraut bietet Deckung im Sommer und Äsung im Herbst. Das abgestorbene Kraut bildet selbst im Winter noch eine optimale Deckung für Nieder- und Hochwild
  • die frostharten Knollen garantieren den ganzen Winter eine wertvolle und schmackhafte Äsung, der Wildverbiss auf angrenzende Reviere läßt deutlich nach
  • die Knollen treiben einmal gepflanzt immer wieder aus und bilden so ohne Pflegeaufwand andauernden Bestand
  • Topinambur ist durch seine Standfestigkeit und Höhe ein idealer Windschutz, die attraktiven Blüten bilden im Spätsommer und Anfang Herbst eine gute Bienenweide

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Pflanzanleitung

Aufwand und Anlage

Topinambur Wildäcker lassen sich mit geringem Aufwand anlegen. Eine Düngung ist nicht notwendig und bei nur mäßigem Wilddruck braucht Topinambur nicht eingezäunt zu werden. Topinambur gedeeit auf allen Standorten bevorzugt aber lockere und sandige Topinambur im Winter, hohe Standfestigkeit und gute DeckungBöden. Staunässe ist ein Ausschlußkriterium für die Anpflanzung von Topinambur.

Der zukünftige Wildacker sollte weitestgehend frei sein von starkwüchsigen Wurzelkräutern wie z.B. Quecke. Pflegemaßnahme beschränkt sich darauf den Topinambur im ersten Standjahr bis zu einer Höhe von 20 cm möglichst unkrautfrei zu halten. Ab dieser Höhe, die Mitte Mai erreicht wird, ist Topinambur so wüchsig, dass andere Pflanzen im Bestand unterdrückt werden.

Optimale Pflanzzeit ist im April oder bei geringem Wilddruck auch im Herbst. Pro Hektar werden 1,5 t Pflanzgut benötigt.

Die Knollen werden wie Kartoffeln gesetzt. Am Besten in Reihendammkultur mit einem Reihenabstand von 75 cm und einem Abstand in der Reihe von 30 cm. Es ist aber auch möglich eine Pflanzfurche zu ziehen und die Knollen dort abzulegen.

Gestaltung des Wildackers

Gestaltung Sie den  Wildackers in Streifen von 5- 7m Breite. Dazwischen säen Sie andere Wildackerstreifen mit Kräutermischungen, winterkohl oder Rotklee an. Durch diese Art der Anlage finden Nieder- und Hochwild die optimalen, abwechslungsreichen Lebensräume mit idealen Versteck und Fluchtmöglichkeiten. Vermeiden Sie eine reine Monokultur und stellen Sie Ihrem Wild abwechslungsreiche, vielfältige Lebensräume zur Verfügung.

Die abgestorbenen Stängel verbleiben den ganzen Winter über als Deckung und Notfutter auf dem Wildacker. Sollte im angrenzenden Revier der Wildverbiss stark sein können die Knollen im Herbst und Winter angepflügt werden um die Tiere darauf anzusetzen und den Wilddruck im Revier zu reduzieren. Das Wild sollte sich aber in der Regel sein Futter selbst frei schlagen. Das Wild braucht eine Zeit bis es den Topinambur für sich entdeckt.Mit Topinambur haben Sie die Möglichkeit einen optimalen, ökonomisch und ökologisch wertvollen Wildacker anzulegen.

 

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Sorten

Jäger berichten von unterschiedlichen Erfahrungen mit Topinambur. Es gibt negative Erfahrungen, wenn die falschen Sorten ausgewählt wurden.Vielen Jägern ist es nicht bewusst das topinambur in unterschiedlichen Sorten angebaut und gezüchtet wird. Die Knollenfarbe ist nicht ausschalggebend wichtig ist, dass Sie gute, bewährte Sorten bekommen oder noch besser eine Mischung verschiedener Topinambur Sorten. Wir empfehlen Ihnen vor allem die Sorten Medius, Gute Gelbe, Topstar und Waldspindel. Unsere Kunden sind sehr zufrieden mit unserer Wildackermischung.

Topinambur Pflanzknolle Vielfalt für den Wildacker

Anbau von Topinambur

Standortanspruch

keine besonderen Ansprüche, bevorzugt humose sandige Böden mit guter Wasserversorgung

Pflanzung

Knollenpflanzung im zeitigen Frühjahr, Anbau wie Kartoffeln, am besten angehäufelt, Abstand der Reihen 75 cm, Abstand in der Reihe 30 -35 cm, Pflanztiefe ca 5-7 cm, 1kg Pflanzgut reicht für ca. 5 m², Bedarf für 1 ha ca. 1,6 to. Topinambur ist mehrjährig und für die Dauerkultur geeignet. Beachten Sie das Topinambur starkwüchsig ist und viel Platz braucht.

Düngung

Empfehlung der Gesellschaft für Nachwachsende Rohstoffe: 2-2,5 kg/m² Mist. Wir empfehlen Ihnen auf den Einsatz von mineralischen Düngern zu verzichten.

Pflanzenschutz

sehr robuste Pflanze, es können Mehltau, Graufäule und Weißschimmel vorkommen.

Topinambur verträgt keine Staunässe.

Ein Pflegegang im ersten Anbaujahr ist sinnvoll gegen Wurzelunkräuter wie

z.B. Quecke. Empfehlenswert ist ein Anhäufeln im Mai. Topinambur setzt sich nachdem er etabliert ist gegen alle nicht erwünschten Kräuter durch.

Ernte

je nach Lage und Sorte ab Ende Oktober bei frostfreiem Boden den ganzen Winter über bis April. Oberirdisches Kraut entfernen oder gehäckselt auf dem Acker lassen,

Knollen mit Kartoffelroder, Schwingsiebroder oder per Hand ernten.

Lagerung

kühl und dunkel, am Besten mit Vlies abgedeckt, Frischgemüse! Topinambur kann bis zu 5 Wochen gelagert werden

Verwendung

als Nahrungsmittel, diätetisches Lebensmittel, Wildacker, Biokraftstoff, Zierpflanze

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