FAQ

Fragen rund um die Pflanze Topinambur

▶ Wie müssten die Knollen in die Pflanzlöcher gelegt werden? Horizontal? Vertikal? Wenn vertikal: Austrieb nach oben oder unten zeigend?

Am Besten legen Sie die Knollen flach (horizontal) in den Boden. Ein echtes Wunder der Natur ist natürlich, dass der Austrieb, egal wohin er zeigt, immer nach oben wächst! (nennt sich positiver Geotrophismus) Wenn Sie möglich drehen Sie den Austrieb nach oben, dann braucht die Pflanze nicht so viel Energie.

▶ Wie gehe ich mit der frischen Knolle um?

Im Umgang mit Topinambur gibt es ein paar Tips die Sie befolgen sollten um möglichst viel Freude mit dieser faszinierenden Frucht zu haben. Mit kleinen Mengen, aber regelmäßigem Verzehr beginnen. Die Darmflora muß sich an die Umsetzung des Inulins anpassen, deswegen ist der Topinambur probiotisch. Essen Sie am Anfang regelmäßig eine Knolle und steigern Sie den Verzehr nach einer Zeit. Knolle nur unter kaltem Wasser abbürsten, nicht schälen. Unter der Schale sitzen, wie bei fast allen Früchten die wertvollsten Inhaltsstoffe. Schrubben sie den Topinambur gut ab und machen sie sich keinen Stress mit dem schälen! Sollten Sie es allerdings bevorzugen die Frucht zu schälen, bedenken sie, dass die Frucht schnell bräunlich wird. Das können Sie durch ein paar spritzer Zitronensaft verhindern. Roh ist Topinambur am gesündesten, einfach zu jedem Salat dazugeben. Das tolle am Topinambur ist seine Vielseitigkeit. Probieren Sie ihn roh, geben Sie in zu Salaten und anderen Rohkostspeisen. Sie werden begeistert sein. Die Knollen sind in geschlossenem Behälter im Kühlschrank bis 4 Wochen lagerfähig. Am Besten lagern Sie den Topinambur in einer Box im Kühlschrank. Sollten Sie eine kleine Erdmiete machen können, dann können Sie den Topinambur bis zum austrieb Ende April lagern und genießen.

▶ Was muß ich beim pflanzen beachten?

Anbau von Topinambur Standortanspruch keine besonderen Ansprüche, bevorzugt humose sandige Böden mit guter Wasserversorgung Pflanzzeit Knollenpflanzung im zeitigen Frühjahr Anbau wie Kartoffeln, am Besten angehäufelt, Abstand der Reihen 75 cm, Abstand in der Reihe 30 -35 cm, Pflanztiefe ca 5-7 cm, 1kg Pflanzgut reicht für ca. 5 m², Bedarf für 1 ha ca. 1,6 to Topinambur ist mehrjährig und für die Dauerkultur geeignet Düngung Empfehlung der Gesellschaft für Nachwachsende Rohstoffe: 200 - 250 dt/ha Stallmist. Ansonsten etwa 50 - 70 kg N/ha in mineralisscher Form aus. Hinsichtlich der Grunddüngung mit Phosphor und Kali empfiehlt sich 60 kg P2O2/ha und 200 kg K2O/ha. Wenn Sie keinen hohen Ertrag erzielen müssen, empfehlen wir Ihnen auf den Einsatz von mineralischen Düngern zu verzichten! Pflanzenschutz sehr robuste Pflanze, es kommen maximal Mehltau, Graufäule und Weißschimmel vor. Pflege muß nicht sein, empfehlenswert ist ein Anhäufeln im Mai, Topinambur setzt sich gegen alle nicht erwünschten Kräuter durch. Ein Pflegegang im ersten Anbaujahr kann sinnvoll sein. Besonders Wurzelunkräuter wie z.B. Quecke können in der Aufwuchsphase lästig sein. Ernte je nach Lage und Sorte ab September bei frostfreiem Boden den ganzen Winter über möglich bis ca. April, oberirdisches Kraut entfernen, eignet sich getrocknet sehr gut als Winterfutter oder gehäckselt auf dem Acker lasen, Knollen mit Kartoffelroder, Schwingsiebroder ernten. Lagerung kühl und dunkel, am Besten mit Vlies abgedeckt, Frischgemüse! Topinambur kann bis zu 5 Wochen gelagert werden Verwendung als Nahrungsmittel, diätetisches Lebensmittel, Wildacker, Biokraftstoff, Zierpflanze

▶ Muß ich Topinambur düngen?

Düngung Topinambur ist sehr genügsam. Wir meinen Sie können auf eine Düngung in der Regel verzichten! Empfehlung der Gesellschaft für Nachwachsende Rohstoffe: 200 - 250 dt/ha Stallmist. Ansonsten etwa 50 - 70 kg N/ha in mineralisscher Form aus. Hinsichtlich der Grunddüngung mit Phosphor und Kali empfiehlt sich 60 kg P2O2/ha und 200 kg K2O/ha. Wenn Sie keinen hohen Ertrag erzielen müssen, empfehlen wir Ihnen auf den Einsatz von mineralischen Düngern zu verzichten!

▶ Wie und wann ernte ich Topinambur?

Je nach Lage und Sorte ab Ende September bei frostfreiem Boden den ganzen Winter über möglich bis ca. April, oberirdisches Kraut entfernen, eignet sich getrocknet sehr gut als Winterfutter oder gehäckselt auf dem Acker lasen, Knollen mit Kartoffelroder, Schwingsiebroder ernten.

▶ Lagerung von Topinambur

Kühl und dunkel, am Besten mit Vlies abgedeckt, Frischgemüse! Topinambur kann bis zu 5 Wochen gelagert werden. auf jeden Fall sollten Sie den Topinambur ungewaschen lagern!

▶ Pflanzenschutz

Topinambur ist eine sehr robuste Pflanze, es kommen maximal Mehltau, Graufäule und Weißschimmel vor. Pflege ist nur am Anfang nötig. Empfehlenswert ist ein Anhäufeln im Mai, Topinambur setzt sich gegen alle nicht erwünschten Kräuter durch. Ein Pflegegang im ersten Anbaujahr kann sinnvoll sein. Besonders Wurzelunkräuter wie z.B. Quecke können in der Aufwuchsphase lästig sein.

▶ Wühlmäuse

Topinambur ist eine Delikatesse für Wühlmäuse. Sie sollten damit leben, dass auch andere Lebewesen Topinambur mögen. Sollten sie eine Wühlmausplage haben hilft leier nur das aufstellen von Fallen oder natürliche Feinde wie Katzen etc. Übrigens wachsen von Wühlmäusen angefressene Knollen sehr gut an.

▶ Was mache ich mit Topinambur

Am Besten essen! Düngung Empfehlung der Gesellschaft für Nachwachsende Rohstoffe: 200 - 250 dt/ha Stallmist. Ansonsten etwa 50 - 70 kg N/ha in mineralisscher Form aus. Hinsichtlich der Grunddüngung mit Phosphor und Kali empfiehlt sich 60 kg P2O2/ha und 200 kg K2O/ha. Wenn Sie keinen hohen Ertrag erzielen müssen, empfehlen wir Ihnen auf den Einsatz von mineralischen Düngern zu verzichten! Pflanzenschutz sehr robuste Pflanze, es kommen maximal Mehltau, Graufäule und Weißschimmel vor. Pflege muß nicht sein, empfehlenswert ist ein Anhäufeln im Mai, Topinambur setzt sich gegen alle nicht erwünschten Kräuter durch. Ein Pflegegang im ersten Anbaujahr kann sinnvoll sein. Besonders Wurzelunkräuter wie z.B. Quecke können in der Aufwuchsphase lästig sein. Ernte je nach Lage und Sorte ab September bei frostfreiem Boden den ganzen Winter über möglich bis ca. April, oberirdisches Kraut entfernen, eignet sich getrocknet sehr gut als Winterfutter oder gehäckselt auf dem Acker lasen, Knollen mit Kartoffelroder, Schwingsiebroder ernten. Lagerung kühl und dunkel, am Besten mit Vlies abgedeckt, Frischgemüse! Topinambur kann bis zu 5 Wochen gelagert werden Topinambur kann als Nahrungsmittel, diätetisches Lebensmittel, Wildacker, Biokraftstoff, Zierpflanze und Windschutz dienen.

▶ Woher kommt Topinambur

Topinambur kommt wahrscheinlich aus Südamerika. Auf Grund der absoluten frosthärte geht man davon aus dass er ursprünglich in den Anden beheimatet war. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es Topinambur auch in Europa.

Fragen zur gesundheitlichen Wirkung von Topinambur

▶ Warum ist Topinambur gesund

Es gibt kaum eine Pflanze, die Topinambur an Vielseitigkeit übertrifft. Höchste Vitalität, ausgezeichneter Geschmack und überragende Inhaltsstoffe zeichnen diese faszinierende Pflanze aus. Die Topinamburknolle ist eine gesunde Delikatesse, die sich roh, gebraten, gebacken und gekocht genießen lässt. Besonders gewinnt Topinambur bei Diabetes, Stoffwechselleiden, Verdauungsstörungen und Diäten an Bedeutung.

Topinambur ist reich an Inulin, das erfolgreich in der Diabetes - Therapie eingesetzt wird und für die Darmgesundheit von Bedeutung ist.

  • Topinambur wirkt appetitzügelnd
  • Topinambur lässt den Blutzuckerspiegel kaum ansteigen
  • Topinambur enthält besonders viele wertvolle Mineralien und Vitamine

▶ Was ist Inulin

Anstelle von Stärke enthält Topinambur das Kohlenhydrat Inulin. Inulin wirkt sich kaum auf den Blutzuckerspiegel aus und ist Insulin unabhängig. Gerade für Diabetiker, die entweder kein eigenes Insulin haben oder wie bei den meisten Übergewichtigen des Diabetes-Typ II der Körper mangelhaft auf einen Blutzuckeranstieg reagiert, ist das Inulin von großer Bedeutung. Die für den gesamten Stoffwechsel so dringend benötigten Kohlehydrate werden also in Form des Inulins aufgenommen und liefern dem Körper so die für alle Lebensfunktionen wichtige Energie. Inulin wird daher vor allem in der Diabetes Thearpie als Stärke Ersatz verwendet, denn Inulin lässt den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen und wirkt appetitzügelnd. Topinambur wird deshalb besonders Diabetikern und Übergewichtigen empfohlen.

▶ Was bedeutet prebiotisch

Inulin ist prebiotisch. Das heißt, dass Topinambur als Ballaststoff für die Versorgung bestimmter Bakteriengruppen im Darm wichtig ist. Das in der Knolle enthaltene Inulin passiert den Dünndarm ungehindert und steht im Dickdarm den Bakterien zur Verfügung. Inulin wird vielen Lebensmitteln (Milch, Joguhrt, Backwaren..) als Fett und Zuckerersatzt zugesetzt. Zudem ist die prebiotische und insulinunabhängige Wirkung sehr erwünscht. Nach neueren Untersuchungen beugt Inulin der Entsteheung von Dickdarmkrebs vor. Der Abbau des Inulins senkt den Säurewert (pH) des Darmes. Durch das saurere Milieu wird die Aufnahme von Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Eisen verbessert. Die bis zu 20% höhere Aufnahme von Kalzium bedeutet eine messbare Osteoporose Vorbeugung.

▶ Topinambur als Heilpflanze

Topinambur eignet sich als bewährtes Hausmittel bei zahlreichen Beschwerden. So hilft gegen Magen- Darmbeschwerden ein Tee aus Topinamburblüten. Auszüge des Topinambur in einer Creme wirken lindernd bei Hautreizungen und Irritationen. Topinambur ist eine ungewöhnliche, geschmackvolle und vielseitige Heilpflanze. appetithemmende Wirkung Sättigung mit wenig Kalorien kein Insulinbedarf durch Fructose und Inulin unterstützend bei der Diabetes Therapie appetitzügelnd Anregung und Verbesserung der Darmtätigkeit prebiotische Wirkung als Heil- und Hausmittel bei Magen- Darmbeschwerden und Hautleiden positive Wirkung auf Blutzucker-, Cholesterin- und Harnsäurespiegel Verbesserung der Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eisen enthält Vitamine, Elektrolyte, Spurenelemente Topinambur gibt es in Form von Pulver, Saft, Chips, Knäckebrot, Flocken, Granulat, Knäckebrot und frischen Knollen.